• in der E-Jugend: 20 Minuten
  • in der A/B/C/D – Jugend: 25 Minuten
  • bei den Damen und Herren: 30 Minuten

Handball liegt im Trend

Handball wird immer mehr zu einem Volkssport und wird von Männern und Frauen in jedem Alter gerne gespielt. Das liegt natürlich auch am Erfolg der Nationalmannschaft, die in den letzten Jahren immer wieder von Sieg zu Sieg eilte und so das Interesse der Medien und der Amateur-Sportler weckte.

Wer selbst einmal das Handballspiel ausprobieren will, oder sich näher über den Ablauf des Spiels informieren möchte wird zwangsläufig auf die Frage stoßen, wie lange eigentlich so ein Handballspiel ist.

Die Antwort soll in den nächsten Absätzen einmal in ausführlicher Form gegeben werden, wobei natürlich die individuellen Besonderheiten des Spiels berücksichtigt werden.

Die Länge variiert mit der Altersklasse

In Deutschland ist die Dauer eines Handballspiels in aller erster Linie vom Alter der Spieler abhängig. Diese Vorgabe wurde aus Rücksicht der jungen Leute entwickelt und soll deren körperliche Entwicklung und Gesundheit schützen. Laut den offiziellen Regeln beträgt die Spielzeit für ein Handballspiel deshalb:

  • 20 Minuten in der Handball E-Jugend
  • 25 Minuten in der Handball A/B/C/D – Jugend
  • 30 Minuten bei den Damen und Herren

Die Grundlage für die Einteilung in die jeweilige Altersklasse liefern die §§ 37,38 der Handballregeln. Die kürzeren Spielzeiten haben zudem auch den Hintergrund, dass gerade große Amateurmannschaften im Laufe der Zeit immer mehr ausdünnen und dadurch weniger Spieler zur Verfügung stehen.

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Ebenso sind die Kapazitäten der zur Verfügung stehenden Hallen meist begrenzt. Die Kürze des Spiels ist also nicht nur den körperlichen Anforderungen des Spiels geschuldet, sondern auch den äußeren Umständen des Spiels und des Umfelds in den Vereinen.

Die Halbzeitpause und die Verlängerung

Ein weiterer Bestandteil der Zeitberechnung im Handballspiel sind die Halbzeitpause und die Verlängerung. Die Pause ist dabei obligatorisch und beträgt immer 10 Minuten.

Gerade im Amateur-Bereich, oder in der E Jugend kann es vorkommen das bei Freundschaftsspielen eine längere Pausenregelung vereinbart wird, um die Spieler zu schonen. In Turnier- und Ligaspielen ist das aber unter keinen Umständen möglich. Zur jeweiligen Spielzeit der Altersklasse muss also die vorgeschriebene Pause addiert werden, um die komplette Dauer eines Spieles ungefähr bestimmen zu können.

Einige kleine Besonderheiten zur Halbzeitpause gibt es noch: So ist es unüblich die erste Hälfte des Spiels zu verlängern und so die Pause hinauszuzögern, auch dürfen während der Pause die Feldspieler nicht auf dem Feld sein.

Die Verlängerung ist hingegen ein Mittel, welches nicht der Kontrolle der Zuschauer und der Spieler unterliegt. Sie wird ausschließlich vom Schiedsrichter genehmigt und orientiert sich an den Geschehnissen des Spiels. Ursachen für eine solche gewollte Herauszögerung des Spielenden kann die Anzahl der Fouls, oder der Verletzungen sein.

Grundsätzlich ist der Gedanke dahinter, dass jede Verzögerung im Spiel die durch die Spieler oder die Zuschauer verursacht wurde eine Verlängerung der Spielzeit nach sich zieht um keine der Mannschaften zu benachteiligen. Ausnahmen sind hier natürlich der Spielabbruch, oder aber ein grobes Fehlverhalten eines Spielers welches mit einem Verweis vom Spielfeld endet.

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Auch hier hilft bei der richtigen Einordnung das Regelwerk des DHB weiter und liefert wichtige Ansatzpunkte und genau definierte Regeln zur Anwendung der Pause und der verlängerten Spielzeit.

Mit dem Regelwerk die Spielzeit bestimmen

Wenn man grundsätzlich davon ausgeht, dass ein Handballspiel mit erwachsenen Spielern mindestens 70 Minuten dauert kann man inklusive der Spielverlängerungen auch den gesamten Zeitbedarf kalkulieren. Bei erwachsenen Spielern kommt man so auf geschätzte 80 Minuten, tendenziell aber eher ein wenig weniger.

Selten dauert ein Handballspiel 90 Minuten, da die zusätzlichen 20 Minuten eine hohe Belastung für die Spieler wären. Ausgenommen sind hier natürlich besondere Maßnahmen die zur Spielentscheidung beitragen können.

Dazu zählt das “Golden Goal”, aber auch das berühmte Strafwerfen um letztlich eine Entscheidung zu erzwingen. Erfahrungsgemäß dauern diese Vorgänge recht kurz, können sich aber auch in die Länge ziehen sofern der Zufall und das Geschick der Spieler es zulässt.

Die Schiedsrichter des DHB im Profi- und im Amateur-Bereich sind auf jeden Fall dazu angehalten und verpflichtet, die Pausenregelungen zu beachten und durchzusetzen.

Notfalls auch gegen den Willen der Spieler und der Trainer und zum Schutz der beteiligten Spieler. Da Handball ein anspruchsvoller Sport ist, und auch häufig eine zusätzliche taktische Unterweisung seitens des Trainers in der Pause erfolgen kann ist die Halbzeitpause auch oft nötig!