Eishockeyspieldauer
Die Dauer eines Eishockeyspiels kann unterschiedlich lang sein.

Eishockey ist eine dynamische Mannschaftssportart, die viel Kraft erfordert. Das Spiel mit dem Puck verbreitete sich seit Anfang des 20. Jahrhunderts, weil Kunsteisbahnen in vielen Städten entstanden. Nicht nur die Hartgummischeibe veränderte sich im Laufe der Jahrzehnte.

Heute existiert ein ausgefeiltes Regelwerk, das die Spielzeit begrenzt. Daher lässt sich die Dauer eines Spieles berechnen:

  • 20 Nettominuten in drei Dritteln
  • Im Durchschnitt 40 Bruttominuten pro Drittel
  • Zwei Pausen von jeweils 15 Minuten
  • Etwa 160 Minuten für ein komplettes Profi-Spiel

 

Spieldauer in den Profiligen: NHL- und DEL-Regeln im Kurzüberblick

Grundsätzlich beträgt die effektive Spielzeit etwa 160 Minuten. Diese Periode nennt sich Bruttospieldauer. In der Praxis dauert ein Eishockeyspiel oft wesentlich länger.

Daher stehen die Beteiligten häufig mehr als 120 Minuten auf ihren Schlittschuhen. In diesen Wert sind Pausenzeiten, die es zwischen jedem Drittel gibt, noch nicht einberechnet. In der größten Eishockeyliga, der US-amerikanischen NHL, gilt zwischen den Dritteln eine Pausenzeit von jeweils 15 Minuten. Außerdem darf jede Mannschaft pro Partie eine Auszeit nehmen, die rund 30 Sekunden dauert. In dieser Zeit stoppt die Uhr, wodurch sich die Dauer der Spiele verlängert.

Deutsche Profis können sich seit der Saison 2006/2007 etwas länger erholen. Seit dieser Spielzeit gibt es bei den Partien der Deutschen Eishockey Liga (DEL) zwei Mal Pausen von jeweils 18 Minuten. Mit einer reinen Nettospielzeit von 60 Minuten, zwei Drittelpausen von 15 oder 18 Minuten sowie zwei möglichen Auszeiten vergehen bis zum Spielende also mindestens eineinhalb Stunden. Allerdings sind die Pausen und die etwaigen Auszeiten nicht die einzigen Werte, die für die Berechnung der gesamten Dauer eines Eishockeyspieles relevant sind. Schließlich gibt es immer wieder Unterbrechungen, in denen die Uhr stoppt.

Verlängerung durch Spielunterbrechungen: Pausen in Spielen

Während eines regulären Eishockeyspieles kommt es zu zahlreichen Spielunterbrechungen. Die kurzen Pausen erklären sich aus der Vielzahl von oftmals taktischen Fouls und den daraus resultierenden Strafen. Eishockey ist immer eine körperbetonte und eine fordernde Sportart, wodurch es im Verlauf der Drittel zu zahlreichen Unterbrechungen kommt. Im Gegensatz zu anderen Sportarten, wie zum Beispiel Fußball, stoppt beim Eishockey die Zeit. Daher verlängert sich die Dauer eines normalen Eishockeyspiels deutlich.

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Schiedsrichter beim Eishockey
Ein Eishockey Schiedsrichter

Im Durchschnitt beträgt die Bruttodauer eines Drittels daher zwischen 30 und 40 Minuten. Durch Hinzufügen von Pausen und Auszeiten lässt sich die durchschnittliche Dauer eines Spieles berechnen. Es dauert meist mindestens 160 Minuten, bevor eine Partie endet. Diese Zeit kann sich verlängern, wenn nach Ende des letzten Drittels kein Sieger feststeht. Dann folgt meist die sogenannte Overtime.

Die Regeln für diesen Modus unterscheiden sich deutlich. In den nationalen Ligen und in den internationalen Wettbewerben existieren gravierende Unterschiede. Dafür spielen auch Jugendliche, die in den Teams deutscher Eishockey-Ligen antreten, pro Drittel die 20 Nettominuten.

Verlängerungen durch die Overtime: Regelungen im Kurzüberblick

In jedem Land, das einen eigenen Eishockey-Verband besitzt, gibt es spezifische Regeln für die Overtime. Diese Regelungen greifen nur, wenn nach Ablauf der regulären Spieldauer kein Sieger gefunden ist. Falls am Ende des dritten Drittels kein Sieger feststeht, gehen die Teams in die Verlängerung, die wie in der amerikanischen NHL als Overtime bezeichnet wird. Je nach Verband wird diese Verlängerung unterschiedlich gehandhabt. So kommen in der amerikanischen NHL immer vier Spieler zum Einsatz, während in der deutschen Profi-Liga manchmal fünf Mannschaftsmitglieder um Tore kämpfen.

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In der Deutschen Eishockey Liga gibt es die Overtime in den Hauptrundenspielen der Saisons. Dort treten die Teams fünf weitere Minuten gegeneinander an. Dabei stehen weiterhin vier Feldspieler auf dem Platz.

Wenn ein Tor erzielt wird, endet das Spiel. Diesem sogenannten Sudden Death entgehen die Spieler, wenn nach fünf Minuten kein Tor geschossen wurde. Dann folgt ein Penaltyschießen. Die Playoffspiele verlängern sich in der DEL um ganze 20 Minuten. Nach einer fünfzehnminütigen Pause darf sich allerdings ein fünftes Teammitglied während der Overtime auf das Eis begeben.

Wenn trotz eines weiteren Spielers kein Torerfolg gelingt, erfolgt in Deutschland eine weitere Verlängerung von 20 Minuten. Dieser Vorgang wiederholt sich, wodurch es wie in den USA und Kanada zu extrem langen Spielen kommen kann. Die exakte Dauer solcher Spiele lässt nicht berechnen.

Ein plötzlicher Sudden Death oder eine weitere Verlängerung erhöhen die Dauer immens. Weitere Faktoren wie gewollte Unterbrechungen, durch Fouls oder Verletzungspech, erschweren exakte Berechnungen. Außerdem kommt es manchmal zu Auseinandersetzungen auf dem Eis, wodurch sich die Brutto-Spielzeit ebenfalls verlängert. Daher sind unsere Angaben nur grobe Richtwerte.

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Zeitrekorde der Eishockeygeschichte: Verlängerungen bis zum Sieg

Das bis heute längste Spiel im deutschen Eishockey, das zugleich die längste Partie in der europäischen Geschichte ist, trugen die Kölner Haie sowie die Adler aus Mannheim am 22. März 2008 aus.

Der Siegtreffer zum 5:4 erzielten die Kölner erst in der sechsten Verlängerung, wodurch eine Nettospielzeit von 168 Minuten entstand. In der amerikanischen NHL fand das längste Spiel schon 1935/1936 statt. Damals vergingen 176 Minuten an Nettospielzeit, bevor in der 6. Verlängerung das entscheidende 1:0 für die Detroit Red Wings fiel, die mit dem einzigen Tor über die Montreal Maroons siegten.

Die sportliche Verausgabung durch mehrere Overtimes ist enorm. Daher debattieren Fans, Fachjournalisten, Trainer und Profis immer wieder über den Sinn des Regelwerks.

Selbst in der tonangebenden NHL sprachen Verantwortliche wiederholt über Verletzungsrisiken durch Verlängerungen, die umstritten sind. Weil für die Zuschauer durch die Overtime-Regelungen aber besondere Spannung entsteht, bleibt sie derzeit in den meisten Ligen in Kraft.

Daher müssen auch Profis in Deutschland so lange spielen, bis der Puck im Tor landet. Solche Spiele lassen sich nicht berechnen. Fans werden diese Partien gerade aus diesem Grund besonders genießen.

Aufregende Spiele mit unterschiedlicher Dauer: Eishockey-Partien berechnen

Eishockey ist eine besondere Sportart. Aufgrund der Regeln, die während des Spiels ihre Anwendung finden, ist es schwierig, eine verbindliche Aussage über die effektive Dauer von Eishockeypartien zu treffen. Die reguläre Spielzeit von drei mal zwanzig Minuten, plus die zwei mal fünfzehn Minuten an Pausen, ergeben nur grobe Richtwerte.

Kleine Unterbrechungen sorgen schließlich dafür, dass sich die reguläre Spielzeit deutlich verlängert. Außerdem gehen Partien, bei denen die Overtime-Regelungen greifen, nicht nach der regulären Spielzeit zu Ende. Es kann zu mehreren Verlängerungen kommen, sodass weitaus mehr Zeit vergeht, bis das spielentscheidende Tor fällt.