Auf einem Konzert spielt häufig eine Vorband, aber wie lange spielt diese?

Die Spieldauer einer Vorband beträgt häufig etwa 30 Minuten.

Eine Vorband gehört zu einem Konzert

Wer schon mal ein Konzert von einer berühmten Band oder einem Solokünstler besucht hat, hat vor dessen Auftritt sicher einer sogenannten Vorband oder Vorgruppe gelauscht. Im Englischen werden sie als Opening Act oder Supporting Act bezeichnet. Sie dienen in der Musikbranche als Vorbereitung auf den eigentlichen Star und sollen das Publikum anheizen.

Allerdings bekommt die Vorband meist nur eine geringe Zeit für ihren Auftritt, der zwischen 20 und 40 Minuten liegt. Sie kriegen auch nur einen Teil der Bühne zur Verfügung gestellt und auch die Lichtanlage wie auch alle anderen Effekte werden für sie nur begrenzt genutzt, was auch für die Beschallung des Publikums gilt. Viele Vorbands sind später zu Headlinern, also der Hauptattraktion des Abends, geworden.

Die Vorgruppe kann unter Umständen auf dem Plakat als Ankündigung stehen, wenn sie sich bereits einen lokalen oder regionalen Namen gemacht haben. Viele Vorbands sehen diese Auftritte als ihre Chance an, einem größeren Publikum bekannt zu werden und nehmen diese Gelegenheiten als Vorband daher gerne wahr.

Auch das Publikum ist bei den Vorbands oft aufgeschlossen, wobei die Vorbands meist einen etwas anderen Musikstil vertreten als der Star des Abends. Bei großen Festivals gibt es sogar mehrere Vorbands, um das Publikum über einen längeren Zeitraum zu unterhalten.

Spieldauer rund 30 Minuten

Eifrige Konzertgänger wissen, dass die meisten Vorbands ungefähr eine halbe Stunde Spielzeit haben, um dem Publikum ihre Musik vorzustellen und es in Stimmung zu bringen. Die Zeit kann auch reduziert oder verlängert werden, wobei es sich jedoch meist nur um ein paar Minuten weniger oder zusätzlicher Spieldauer handelt.

Wenn einer Vorband ein längerer Gig wirklich zur Verfügung steht, hat das meist interne Gründe, die auf einen gestörten Zeitablauf des Konzerts schließen lassen. In diesen Fällen liegen vielleicht Störungen beim Equipment vor oder der Hauptauftritt verzögert sich aus irgendeinem unerwarteten Grund. In solchen Fällen können Vorbands zeigen, ob sie ein Publikum auch länger begeistern können.

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Wie viel kostet eine Vorband?

Allerdings kann das Leben als Vorband ziemlich hart sein, denn nur die großen Labels übernehmen die Kosten für eine Vorband vollständig. Bei anderen Auftritten müssen die Vorbands sogar für ihren Auftritt zahlen und so ein Auftritt kann mehrere Hundert Euro kosten. Dazu kommen noch die Kosten für die Technik, denn diese wird nur für den Hauptauftritt bezahlt und lassen sich weitere Arbeiten zusätzlich bezahlen.

Dazu muss eine Vorband, die sich für eine Tour verpflichtet hat, auch noch die Kosten für die Unterkunft, den Transport und etliche andere Kosten wie auch ihr eigenes Merchandising selbst zahlen. So entsteht einer Vorband auf einer Tour für den abendlichen Auftritt von rund 30 Minuten Kosten zwischen 30.000 und 40.000 Euro.

Vorband spielt Musik
Eine Vorband bei einem Konzert

Warum ist selbst eine kurze Spieldauer wichtig?

Das Publikum kommt, um den Hauptact zu sehen und schenkt den Vorbands nur selten echte Beachtung. Trotzdem hält sich hartnäckig das Gerücht, dass eine Vorband es auch in die Oberliga schaffen kann. Es gibt tatsächlich etliche Bands, die von einer Vorband zum Hauptact geworden sind und alle Vorbands von U2 haben es tatsächlich geschafft, ebenfalls berühmt zu werden. Doch wie immer gibt es auch zahlreiche Vorbands, die es eben nicht auf die Hauptbühne schaffen und die ihre halbe Stunde vor einem großen Publikum als einzige Erinnerung behalten.

Vor allem Vorbands, die in Clubs oder auf kleineren Festivals auftreten, haben es dort schwer, aus ihrem kurzen Auftritt Kapital zu ziehen. Viele bleiben auf ihren Unkosten sitzen und müssen ihre Kosten auf andere Weise finanzieren. Manchmal bekommen die Vorbands auch für solche Auftritte noch eine geringe Aufwandsentschädigung.

Vorteil: Die Bekanntheit steigt.

Jedoch akzeptieren viele Bands diese schlechten Auftrittsbedingungen, um sich eine größere Bekanntheit vor einem größeren Publikum zu verschaffen. Deshalb sind die Plätze als Vorbands auf den Festivals schnell vergeben, da viele an ihre Chance glauben, wenn sie einen kurzen Auftritt vor einem größeren Publikum bekommen.

Garantiert ein Kurzauftritt den zukünftigen Erfolg?

Es gibt für eine Vorband nach einem Kurzauftritt keine Garantie, dass darauf weitere Gigs folgen oder das die Tür zum Erfolg geöffnet wurde. Jedoch sind die Auftritte von einer halben Stunde Dauer so begehrt, weil sie eben die Chance darauf bieten, sich einem größeren Publikum zu präsentieren. Ob das Publikum gefallen an dem Auftritt findet, hängt meist von der jeweiligen Stimmung ab.

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Die Fans selber sind meist auf einen bestimmten Musikstil festgelegt. Wer Andrea Berg als Hauptact erwartet, wird von einer Punkband als Vorgruppe nicht begeistert sein. Um die Aufmerksamkeit des Publikums auf sich zu ziehen, ist es manchmal besser, einen ähnlichen Musikstil zu bieten. Jedoch sollte ein gewisser Kontrast trotzdem gegeben sein, damit die Vorband nicht einfach als Nachahmer abgestempelt wird.

Immerhin steht einer Vorband nur ein Zeitraum zwischen 20 bis 40 Minuten zur Verfügung, um sich im Publikum Fans zu suchen. Das bedeutet im Normalfall zwischen 5 und 8 Songs, die die Vorgruppe präsentieren kann. Darum wird ein solcher Auftritt im Idealfall minutiös vorbereitet und durchgeführt, um einen maximalen Effekt für die Spielzeit herauszuholen.

Haben die Vorbands ein Recht auf eine bestimmte Spieldauer?

Wie lange eine Vorband spielen darf, entscheidet immer der Veranstalter vor Ort und wird so gut wie nie garantiert. Selbst wenn die Vorband bereits einen gewissen Bekanntheitsgrad hat, kann der Veranstalter ihnen trotzdem den Auftritt verkürzen, wenn es ihm gefällt. Da es viele Bands oder Newcomer gibt, die nur auf eine solche Gelegenheit warten, können sich die Vorgruppen kaum irgendwelche Rechte sichern und müssen oft genug auch noch für ihre Live Auftritte zahlen.

Bei Tour Vorbands können da große Unkosten entstehen, wobei der Veranstalter selbst diesen Bands kaum irgendwelche Zugeständnisse bezüglich der garantierten Spieldauer macht. Allerdings müssen die Vorbands wiederum dann einspringen, wenn der technische Ablauf des Konzerts aus irgendwelchen Gründen gestört wird.

Dann müssen die Vorgruppen die Stimmung im Publikum für den Hauptact aufrecht erhalten, damit dieser trotz einer zeitlichen Verzögerung keine negativen Kritiken bekommt. Allerdings hat eine Vorgruppe oftmals die Freiheit, ihre Spielzeit so zu nutzen, wie sie es für richtig halten.

Sie haben keinerlei Verpflichtungen, bestimmte Songs in ihren Auftritt einzubauen. Diese freie Gestaltung ihrer Spielzeit nutzen gerade viele Vorgruppen zu ihrem Vorteil und versuchen, sich beim Publikum möglichst viel Aufmerksamkeit zu erarbeiten, wofür sich gerade größere Festivals gut eignen.