Die Frühgeburt, Spätgeburt, Wehen und der Geburtstermin

  • Durchschnittliche Dauer einer Erstgeburt: 8 Stunden
  • Durchschnittliche Dauer späterer Geburten: 6 Stunden

Eine Geburt im Detail

Wir möchten gleich entwarnen, da Geburt mit viel Angst und Schreckensgeschichten verbunden ist, wo es doch ein wundersamer und wunderschöner Vorgang ist, den man mit Zuversicht und Lebensmut begegnen sollte.

Wir haben für unsere Zeitmessung die gleichen Bedingungen benutzt, wie sie auch Ärzte und Hebammen nutzen, um die Dauer einer Geburt zu bestimmen.

Im Detail

Nach klinischer Sicht beginnt die Geburt schon bei den ersten regelmäßigen Geburtswehen. Zu diesem Zeitpunkt aber muss man noch nicht ins Krankenhaus.

Tatsächlich empfiehlt sich in dieser frühen Eröffnungsphase ein Spaziergang oder auch ein Entspannungsbad im Beisein des Partners. Denn anstelle sich Stress zu machen und mit Panik zu reagieren, sollte man versuchen, trotz der schmerhaften Geburtswehen Ruhe und Entspannung zu finden.

Bewegung ist zudem ein natürlicher Weg, um allmählich Druck auf die Gebärmutter auszuüben, was den Geburtsablauf erleichtert. In der Regel sollte man so lange wie möglich zuhause bleiben, um sich auf die aktive Phase der Geburt vorzubereiten.

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Studien zeigen, dass Mütter, die sich zuhause mehr Zeit lassen, bei der Geburt seltener Schmerzmittel benötigen.

Keine Panik

Zudem erfahren viele Frauen zunächst Vorwehen, die zufällig und unregelmäßig erscheinen. Diese Vorwehen können schmerzhaft sein, aber sie werden wieder schwächer und klingen ab.

Durch diese Vorwehen entstehen Geschichten von Geburten, die sich über mehrere Tage erstrecken. Aber Vorwehen sind kein Grund, in die Klinik zu fahren. Denn hier bereitet sich der Körper lediglich auf die Geburt vor – der Muttermund bleibt noch geschlossen.

Erst bei den regelmäßigen Geburtswehen fängt sich der Muttermund an zu öffnen.

Eröffnungsphase und Austreibungsphase

Nach vier Stunden neigt sich die Eröffnungsphase zum Höhepunkt zu. Zu diesem Punkt steht der Muttermund etwa fünf Zentimeter weit offen. Ärzte rechnen nämlich damit, dass sich der Muttermund in den Wehen jede Stunde um einen Zentimeter öffnet. Das ist nur ein Durchschnittswert – in den meisten Fällen läuft die Geburt nicht linear ab. Stattdessen gibt es oft Pausen, in denen sich der Körper wieder erholt. Deswegen sind Geburten, die lange andauern, auch nicht unbedingt negativ.

An diesem Punkt haben die Geburtswehen ihre volle Intensität erreicht und meistens platzt die Fruchtblase in dieser späten Eröffnungsphase. Insgesamt dauert die Eröffnungsphase zwischen sechs und fünfzehn Stunden. Jede Frau nimmt die Wehen als unterschiedlich stark wahr. So kommt es zuweilen auch vor, dass Frauen schließlich erleichtert sind, dass die Wehen doch nicht so stark sind, wie sie es sich vorgestellt hatten.

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Wenn der Muttermund etwa zehn Zentimeter geöffnet ist, beginnt die Austreibungsphase. Einerseits ist das wohl der körperlich anstrengendste Teil der Geburt, doch andererseits kann die Mutter nun aktiv am Geburtsprozess teilnehmen, anstelle bloß die Wehen zu ertragen. Auch werden die Wehen hier wieder etwas schwächer. Somit wird diese Phase oft als Erleichterung empfunden, da man nun endlich das Gefühl hat, Kontrolle über die Geburt zu haben.

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Die erste Geburt ist nicht gleich der zweiten Geburt

Die Dauer dieser Phase dauert bei der Geburt des ersten Kindes zwischen einer halben Stunde und zwei Stunden. Bei späteren Kindern läuft diese Phase deutlich schneller ab und kann sich innerhalb weniger Minuten abspielen, aber auch bis zu einer Stunde dauern.