Wie lange dauert diese normalerweise?

Die häufig gewählte Länge einer Probezeit beträgt 6 Monate.

Die Probezeit im Detail

Jeden Tag werden in Deutschland zahlreiche Verträge zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber abgeschlossen. Der Vertrag regelt die wichtigsten Aspekte und Punkte, die beim Eingehen des Vertrages eine Rolle spielen.

Die Anzahl der Stunden in der Woche, die absolviert werden müssen, der Anspruch an den Urlaub im gesamten Jahr und mehr sind hier schriftlich fixiert und hierdurch jederzeit einsehbar.

Ein weiterer und sehr wichtiger Punkt ist die Probezeit. Doch wie lange dauert diese eigentlich?

Was ist die Probezeit und was zeichnet diese aus?

Die Probezeit beginnt am ersten Tag des neuen Arbeitsverhältnis. Wie die Bezeichnung eigentlich bereits vermuten lässt, ist diese dafür gedacht, die Arbeit zu erproben. Dies gilt sowohl für den Arbeitnehmer wie auch für den Arbeitgeber.

So kann der Arbeitnehmer auf der einen Seite feststellen, ob der gewählte Beruf für einen selbst der richtige ist. Auf der anderen Seite bringt der Arbeitgeber im Rahmen der Probezeit in Erfahrung, ob Du Deine Arbeit erfüllst, zuverlässig und für den Beruf geeignet bist.

Alternativ zum steifen Begriff der Probezeit kann auch der Begriff “Kennenlernphase” genannt werden. Arbeitnehmer und Arbeitgeber können sich hier gegenseitig kennenlernen, die Stärken und Schwächen herausfinden und anschließend entscheiden, ob das Arbeitsverhältnis bestehen bleibt.

Welche Fristen gibt es in der Probezeit?

[av_dropcap1]E[/av_dropcap1]in wichtiger Aspekt bei der Probezeit ist die verkürzte Kündigungsfrist. Denn diese beträgt hier 14 Tage zum 15. oder 30. jeden Monats. Im Übrigen kann eine Übung noch bis zum letzten Tag der vereinbarten Probezeit ausgesprochen werden.

Die verkürzte Frist gilt natürlich sowohl für den Arbeitnehmer wie auch für den Arbeitgeber. Innerhalb des Zeitraums kann das Arbeitsverhältnis beendet werden, ohne dass hierfür ein Grund genannt werden muss. Auch eine Abmahnung oder ähnliches muss vorher nicht erfolgen.

Sollte der Arbeitnehmer also nach kurzer Zeit feststellen, dass der Job doch nicht der richtige ist, ist eine schnelle Kündigung gar kein Problem. Andererseits kann natürlich auch der Arbeitgeber schnell kündigen, sollte der Arbeitnehmer beispielsweise permanent zu spät erscheinen.

Wie lange dauert normalerweise die Probezeit?

Generell gibt es keine genauen Angaben, wie lange eine Probezeit dauern darf oder sollte. Eine beliebte und dementsprechend auch häufig genutzte Dauer liegt bei sechs Monaten, allerdings ist die Wahl der Dauer immer eine Entscheidung des Arbeitgebers.

So gibt es bei einigen Unternehmen auch eine deutlich kürzere Probezeit von beispielsweise nur drei Monaten. Bei hoher Kulanz und starkem Vertrauen in den neuen Mitarbeiter kann der neue Vertrag sogar komplett ohne eine Probezeit geschlossen werden.

Allerdings ist dies relativ selten anzutreffen und tatsächlich nur eine Ausnahme. In der Regel ist bei Beginn eines neuen Arbeitsverhältnisses immer eine Probezeit mit vereinbart.

Wovon ist die Länge der Probezeit abhängig?

Natürlich gibt es letzten Endes mehrere Aspekte, die einen Einfluss auf die Dauer der Probezeit haben können. Eine wichtige Rolle spielt hier vor allem die Erfahrung des Unternehmens mit neuen Mitarbeitern.

Sind hier bereits schlechte Erfahrungen gemacht worden, ist das Vertrauen natürlich direkt von Beginn an deutlich geringer. Dementsprechend wird hier in der Regel natürlich auch die Probezeit etwas länger ausfallen. In diesem Fall ist mit einer Dauer von etwa sechs Monaten auf jeden Fall zu rechnen.

Natürlich gibt es jedoch auch das genaue Gegenteil. Haben sich bisher alle neuen Mitarbeiter bewährt, ist das Vertrauen des Unternehmens dementsprechend hoch. Hier sind dann auch die Chancen für Dich ziemlich hoch, dass Du von einer kurzen Probezeit profitieren kannst.

Allerdings hat auch die Wahl des Berufs einen Einfluss auf die Probezeit. Gerade bei einfachen Berufen, bei denen Du dich innerhalb relativ kurzer Zeit in den wichtigen Bereichen beweisen kannst, ist eine Probezeit von etwa drei bis vier Monaten angezeigt. Anders sieht es hingegen bei einem umfangreichen und komplizierten Berufsbild aus. Hier ist eine Probezeit von sechs Monaten meist die richtige Wahl.